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Kalter Start

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Nun bin ich also tatsächlich aufgebrochen zu meiner großen Reise um die Ostsee. Heute habe ich das erste Teilstück begonnen, die Fahrt nach Berlin dem Europaradweg R1 folgend.

Ein grauer, kalter Tag liegt hinter mir. Ich habe Detmold erreicht, das war das anvisierte Ziel des Tages. Auf diesen ersten 75 km hat der R1 für mich tolle, asfaltierte Wirtschaftswege, sandige Feldwege, steinige Waldwege, einige Schotterstrecken, fiese Steigungen und lange Abfahrten für mich bereit gehalten. Ich merke, dass ich Steigungen nicht gewohnt bin.

Berge und Höhenmeter

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Dienstag bin ich fröhlich durch's WeserBERGland gestrampelt. Traumhafte Landschaft, wunderschöne Wälder, prächtige Rapsblüte und sagenhafte Ausblicke prägten diesen Tag ebenso wie Eiseskälte und unzählige Steigungen. In Höxter habe ich windgeschützt in der Sonne eine Kaffeepause auf dem Marktplatz gemacht. In Holzminden hätte ich den Fahrtag beenden können, denn ich war müde genug.

Ruhe

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Die gute Idee unter der Dusche war in folgende: über die ehemalige innerdeutsche Grenze nach Wernigerode zu fahren, dort den Zug nach Dessau zu nehmen und in der Bauhaus-Stadt einen Ruhetag einzulegen. Schließlich bekomme ich keine Extrapunkte, wenn ich mich im strömenden Regen durch den Harz quäle. Einen Gang zurückschalten und dabei gleich ein paar Tagesetappen auf der Strecke nach Berlin überschlagen. Nun bin ich also in Dessau und genieße die Ruhe eines Tages ohne Rad. Alles etwas langsamer als bisher.

Land und Stadt

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Mittlerweile genieße ich entspannte Tage in Potsdam und Berlin mit tollen Couchsurfing-Gastgebern. Von Lutherstadt Wittenberg führt mich mein Weg wieder durch wunderbare Landschaft nach Potsdam, wo ich in private und Königsgeschichte(n) eintauche und eine private Stadtführung per Rad bekomme. Weiter geht es nach Berlin. Die Havel immer im Blick. Ich treffe eine Couchsurferin, die sich ebenfalls auf den Weg um die Ostsee machen wird. Meine Gastgeber in Berlin sind wunderbar gastfreundliche Menschen und wir genießen gemeinsam und einzeln ruhige Tage. Ich treibe mich in der Stadt rum und entdecke neue Seiten.

Berlin - Rostock

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Nach erholsamen und erfahrungsreichen Tagen in Potsdam und Berlin mit tollen Couchsurfing-Gastgebern breche ich auf zur Etappe Berlin - Rostock. Ich bin erholt und freue mich aufs Radfahren. Ein kurzer Blick zurück auf meine ersten Erfahrungen als Couchsurfer: es ist toll, von fremden Menschen so freundlich und offen aufgenommen zu werden, wie ich es in den letzten Tagen erlebt habe. Ich habe interessante Menschen getroffen, tolle Gespräche geführt, spannende Ansichten ausgetauscht, ruhige Momente genossen, Gastfreundschaft erlebt und Reiseerlebnisse geteilt. Ich kann nur jedem aufgeschlossenen Menschen wünschen, dass er eben solche Erfahrungen macht und sich auf die Begegnung mit anderen freimütig einlassen kann. Denn dann werden es besondere Momente.

Kakao und Hafen

Hamburg Landungsbrücken

In Hamburg genieße ich sonnige Tage und bin mit der Planung der nächsten Etappen beschäftigt. Ich studiere Karten, stelle Strecken zusammen, plane Tagesetappen, suche CouchSurfing-Hosts und packe meine Sachen um. Zwischendurch unternehmen Tom und ich Ausflüge ins "Kakao Kontor", in den Hafen, zu Freunden, zum Inder, ins Kino. Schöne Dinge tun eben.

Das "Kakao Kontor" gehört einem Freund aus Studienzeiten in Bielefeld, André.

Sonne und Meer

Die ersten 1.000

Ja, mittlerweile habe ich beides. Die Ostsee immer wieder zu meiner Rechten und die Sonne immer öfter von oben. Herrlich! Nach den "Hafentagen" in Hamburg ging es nun schön nordwärts. Schleswig-Holstein ist auch eine Radreise wert. Schön geschwungenes Profil, Rapsfelder, die in der Sonne leuchten, satt grüne Weiden und Wälder und natürlich die Ostsee. Von den Steigungen und dem allgegenwärtigen Wind sollte man sich nicht abhalten lassen. Einfach einen Gang runterschalten.

Denmark

view in denmark

After one day in Flensburg I am definitely in for a new country. I enter Denmark on 2 June. And immediately things go different than I planned. I wanted to go to the island Ærø, crossing it, hopping over to Langeland and reach Lolland from there. Good plan I thought. The map told me the boat would go from Mommark. But I can find no information about it in the harbour. "No, they bought a larger boat in November and this one does not fit into our harbour any more. You have to go to Fynshav, 10 km north from here" the nice lady of the kiosk tells me. Okay, let's go to Fynshav.

Leaving a place worth staying

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In Copenhagen I stay for four days. I stroll through the town, watch people, talk to bikers, bike dealers, bike builders and bike activists. This town is absolutely depending on bikes. I also visit Rosenborg Castle and Christiania, a kind of freetown within Copenhagen and an interesting social experiment in full life size.

Then I leave Copenhagen with very mixed feelings. On one hand I am heading for Sweden and I am exited about a new country. On the other hand my time in Copenhagen was great. The city is disarming, seems to be very liveable and totally bicycle moved. The people are friendly, open, active. My two couchsurfing hosts also played an important role in my good experiences in Copenhagen. So, it is hard to leave. Something in me wants to stay.

No ferry, a bus and Midsommar

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I am in Gävle, about 175 km north of Stockholm. So, you see, I did not choose for Åland to go to Finland. From Tranås I cycle back to the coast, a long exhausting day with a lot headwind and unexpected climbings. But I make it after 138 km to Söderköping and find a nice hostel. The next morning starts with an awesome ride along the Göta canal with light tailwind. I am happy. But then things change. I realize a temporary road sign and it takes me 20 seconds to understand that a ferry is out of service. It takes me another 10 seconds to realize that this changes everything.