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DIY: Hobo-Stove

Hobo-stove selberbauen - weiterlesen

Ich habe schon mehrere einfache Kocher gebaut, die mit Holz befeuert werden. Holz erscheint mir ein guter Brennstoff für unterwegs, denn es ist häufig verfügbar, leicht zu transportieren und kostenlos. Und da man nicht immer ein Lagerfeuer machen kann, um darauf zu kochen, ist ein Ofen hilfreich. Der Ofen sorgt zudem für eine effiktivere Nutzung der Hitze des Feuers. Um den Ofen mitnehmen zu können, muss er natürlich leicht sein. Praktisch ist auch, wenn man unterwegs Ersatz bekommt, wenn mal was verloren oder kaputt geht. Daher habe ich ein wenig mit Konservendosen experimentiert. Hier zeige ich eine Variante, die funktioniert.

Der Hobo-Stove oder Hobo-Kocher funktioniert nach einem einfachen Prinzip. Man macht unten in einem Schornstein Feuer, die aufsteigende Wärme zieht unten frische Luft nach und beschleunigt die Verbrennung. Oben drauf stellt man den Topf und oben oder seitlich wirft man Holz nach. Mehr zur Geschichte findest Du bei Wikipedia: deutsch oder english.

Vorsicht: Blechränder sind scharf, sei vorsichtig, dass Du Dich nicht schneidest. Der Ofen wird natürlich heiß, wenn man darin ein Feuer macht. Paß' auf, dass Du Dich nicht verbrennst. Feuer ist immer eine Gefahrenquelle, wenn man nicht auspaßt. Benutze den Ofen nur auf einem feuerfesten, nicht brennbaren Untergrund, bleibe immer bei dem Ofen solange er heiß ist und achte darauf, dass der Rauch niemanden stört und keinem schadet - auch Dir selbst nicht!

Die folgenden Bilder erklären den Bau und die Benutzung. Viel Freude! Auf erprobte Verbesserungsvorschläge bin ich immer neugierig.

Konservendosen sind für gewöhnlich stapelbar.
Beachte beim Öffnen der Dosen, dass Du die richtige Seite öffnest.
Benutze einen Öffner, der im Deckel/Boden schneidet, nicht in den Wänden: Mit dem Leatherman geht es gut :-)
Angezeichnete Ausschnitte, jeweils auf einer Seite der Dose. Die andere Seite bleibt geschlossen.
Löcher erleichtern das Schneiden der Aussparungen, sind aber nicht zwingend notwendig.
Dosenblech schneide ich mit einem Teppichmesser.
Die Blechlaschen (2 x 2 cm) biege ich nach innen, waagerecht. Vorsicht!
Von dieser Seite wird die Frischluft einströmen und der Wind nachhelfen.
Aus einem Deckel schneide ich einen groben Rost.
Der Rost liegt unten in der Dose auf den Laschen der Luftlöcher.
Der Rauchabzug. Der Deckel bleibt drauf, damit der Topf weniger russig wird.
So sieht die erste Füllung aus: unten auf dem Rost ein wenig Papier, darauf dünnes Holz. Nach dem Befüllen und vor dem Anzünden die obere Dose aufsetzen!
Lüftungslöcher in den Wind drehen, Abzug entgegengesetzt.
Zuerst qualmt es verhalten...
... dann brennt es. Beim ersten Benutzen verfärbt sich das Blech zu schwarz, wie Autowracks in der Sahara.
Links Luftzufuhr, rechts Rauchabzug.
Am besten wirkt der Ofen, wenn die Flamme im Ofen brennt, nicht außerhalb.
Der Ofen verbraucht in der Einheizphase recht viel Brennmaterial, ein kleiner Holzvorrat ist nötig.
Bei der ersten Benutzung sollte man den Ofen einmal gut durchheizen, um Beschichtungen etc. zu entfernen.
Danach kann der Topf oben drauf.
Ebener Untergrund ist wichtig für sicheren Stand.
Der Rost im Inneren sorgt für ungehinderten Lufteintritt.
Teebeutel rein!
Na, das hält sich noch in Grenzen. Einen Edelstahlbecher kann man mit Sand wieder blank polieren.
Das bleibt in der unteren Dose zurück. Ich lasse es in der Dose abkühlen und vergrabe es. Daher der Boden in der unteren Dose.
created
21. February 2010 - 20:48
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Moin moin,
Dein Hobo-Stove ist beeindruckend. Beim anschauen kam mir die Idee ca.5 cm über dem Rost für das Holz noch Löcher zu bohren. Dann hätte man für die Rauchgase noch ein bischen Frischluft. - Die Maßnahme könnte die Efektivität steigern.

Gruss
Bantu

Hallo Bantu,
danke für Deinen Kommentar. Deine Idee werde ich bei der nächsten Gelgenheit mal ausprobieren. Klingt sinnvoll.
Viele Grüße - andreas

13.6.2011
Hallo Andreas,

Deine Seiten finde ich hochinteressant. Leider kann ich darauf kein Impressum finden, vielleicht ist das von Dir so gewollt. Ich vermute jedoch, daß Du im Raum Oelde (Stromberg) / Warendorf zu Hause bist. Wie kann ich Dich außer über dieses Kontaktformular erreichen ?

Viele Grüße
Dieter Kisse, Ostenfelde

Vielen Dank, Dieter, für das Lob meiner Beiträge hier. Da dies eine rein private Angelegenheit ist, kann ich ja auf ein Impressum verzichten. Mit ein wenig Fantasie kann man sich natürlich eine eMail-Adresse zusammenreimen :-) Aber ich schicke Dir mal ein eMail.
Viele Grüße aus Kopenhagen - andreas

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